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Staatsverschuldung steigt! Geldpressen laufen heiß!

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt ist der deutsche Staatshaushalt im ersten Halbjahr 2010 unerwartet tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Finanzierungsdefizit beträgt fast 43 Milliarden Euro, was eine Defizitquote von 3,5 % im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Höhe von 1211,7 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum bedeutet. Auf`s Jahr hochgerechnet haben wir etwa eine Wirtschaftsleistung in Deutschland von 2.500 Mrd. Euro. Damit hat sich das Haushaltsdefizit im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr weit mehr als verdoppelt, wo es noch bei 18,7 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2009 lag. Die Einnahmen sind um 1,5% gesunken, die Ausgaben sind mit 3,0% Plus relativ deutlich angestiegen.

Staatsverschuldung steigt! Geldpressen laufen heiß!

Den größten Einbruch verzeichneten die Einnahmen der Gewerbesteuer mit einem Minus von 18,7% .

Auf der anderen Seite sind die Vermögenseinnahmen (relativ kleiner Gewinn der Bundesbank) um 29% eingebrochen.

Die unglaublichen Mengen an Geld, welche in den letzen Monaten von der Fed auch über den Aufkauf von hypothekarisch gesicherten Wertpapieren von den Banken ins System gepumpt wurde, landen also derzeit zu einem großen Teil wieder bei der US-Notenbank (Fed) in Form von Überschußreserven. Grund dafür ist immer noch die relativ große Zurückhaltung der Banken was die Kreditvergabe angeht. Von einer Kreditklemme möchte ich noch nicht sprechen, aber die Situation ist die, dass die Notenbanken eine immer größere Flut an Geld ins System pumpen (wie in einen Staudamm), aber nur ein Bruchteil in die Realwirtschaft durch-tröpfelt.

Um auch mal Zahlen zu nennen:

Dieses eben dort bei der Fed inzwischen und immer noch geparkte Geld hat derzeit etwa ein Volumen von 1 Billion US-$. Angenommen die Banken hätten dieses ganze Geld in den normalen Wirtschaftkreislauf weiter gegeben – also weiter verliehen, dann wären daraus über die multiple Giralgeldschöpfung mehr als 10 Billionen Dollar geworden.

Wären diese 10 Billionen zum derzeitigen, allgemeinen Geldangebot von knapp 15 Billionen dazugekommen, dann hätte das einen etwa 70%-igen Anstieg dieses Volumens bedeutet – das sind schon Hausnummern.

Bislang hat also ein Großteil der Geldspritzen (frisch gedrucktes Geld, das über den Kauf von Anleihen durch die Notenbanken ins System gebracht wurde) seine Wirkung zu einem großen Teil verfehlt.

Daher auch die Ankündigung der US-Notenbank eben diese Geldausweitung noch weiter, schneller und massiver auszudehnen. Das treibt die Zinsen in den Keller bzw. hält diese unten und das hält derzeit auch noch viele Assetklassen oben und den Konsum und das Verschuldungsrad am Laufen.

Übertragen ist das so, wie wenn Sie in einen Staudamm immer mehr Wasser einfließen lassen, während nur ein Teil hinten abfließt und Energie in Form von Wirtschaftswachstum erzeugt.

Es schaut aber niemand auf den Wasserstand des Staudammes, noch auf die Menge an Wasser, das dort hineinfließt, sondern alle konzentrieren sich auf das, was hinten – also Wirtschaftswachstum – heraustropft und eben diese Menge muss eine gewisse Größe erreichen, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, die Arbeitslosigkeit im Zaum zu halten, die Staatseinnahmen fließen zu lassen usw…..

Es gibt also nur einen Weg: Wasser Marsch bis zum Dammbruch, bis also der ganze Schwall an Geld (Wasser) hinten überläuft, weil der Druck auf die Mauern – also das System – zu groß wird.

Wann der Dammbruch kommt – also eine unglaubliche Menge an Geld mit einem Ruuuuuuums in die Wirtschaft drängt, nach Anlagen, Investments usw….sucht – ist schwer zu sagen, aber er wird kommen, bombensicher! Diese explodierende Geldschwemme wird alle Boote tendenziell nach oben treiben – die einen mehr, die anderen weniger.

Für die Immobilien wird es nur dazu reichen, dass die in einem relativ satten Markt tendenziell den Wert halten – nominal!

Der rekord-niedrig-verzinste Anleihenmarkt ist der große Verlierer, weil die Inflationsraten anziehen werden und die Zinsen künstlich unten gehalten werden müssen – das treibt die Realverzinsung in ungeahnte Höhen –also tief in den Keller.

Der Aktienmarkt wird sich noch relativ gut entwickeln, weil ein Teil der Flut die Kurse über die Geldmengen – also den Anlagenotstand – heben wird. Auf der anderen Seite wird das Geld die Wirtschaft treiben – es kommt also auch von da ein positiver Effekt.

Problem ist, dass der Aktienmarkt derzeit nicht billig ist – also ein Teil dieser Triebkräfte dazu verbraucht werden wird, diese relative teure Bewertung abzubauen.

Aktuell ist die Dividendenrendite der Aktien bei etwa 2% ( egal ob USA oder Europa) – billig sind Aktien, wenn die Ausschüttungen im Jahr etwa 7 oder 8% betragen.

Das Aktien KGV, das oft noch sehr geschönt ist hat einen Wert von 15 im Schnitt – billig ist ein Wert bei 5 oder knapp darüber.

Grob bräuchten wir bei diesen Kennzahlen also eine Drittelung der Märkte bis man von enem sehr guten Einstieg sprechen kann.

Voll positiv wird diese Entwicklung bei den Edelmetallen durchschlagen weiter lesen!

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